29.01.2010
Jugendleitbild 2008 - Interkonferenz Jugendfragen 2009

Von April bis November 2007 fand in Stäfa der Jugendleitbildprozess statt. Getragen von der Politischen Gemeinde, der Schulgemeinde und den beiden Kirchgemeinden, beteiligten sich über 200 Personen in Workshops und Arbeitsgruppen. An der Ergebniskonferenz vom 17. November 2007 wurden die Resultate als Anträge an die vier Gemeinden präsentiert.

Zuständig für die Umsetzung der Ergebnisse aus dem Jugendleitbildprozess war in der Folge die Projektträgerschaft Jugendleitbild. Einerseits wurden für die Umsetzung der einzelnen Anträge Prioritäten gesetzt. Andererseits wurde das Jugendleitbild Stäfa 2008 erarbeitet und publiziert.

Wie im Jugendleitbild Stäfa festgehalten, wurde für Austausch und Koordination auf Institutionsebene und die Realisierung des Jugendleitbildes die Interkonferenz Jugendfragen geschaffen. Diese setzt sich aus je zwei Vertretern der Trägergemeinden zusammen. Dabei handelt es sich um ein Behördenmitglied und ein Mitglied der operativen Führung.

Die Interkonferenz Jugendfragen ist 2009 zu fünf Sitzungen zusammengekommen. Dabei wurde eine Geschäftsordnung erarbeitet, sämtliche Anträge der Prioritäten A und B aus dem Jugendleitbildprozess behandelt und ein Konzept für Alkoholausschank an jugendspezifischen Anlässen erarbeitet:


Integration

Politische Gemeinde und Schulgemeinde haben Ansprechpersonen für Integration benannt:

Schule:                                               Ruedi Meier, Ressortvorstand Schülerbelange
Politische Gemeinde:                     Thomas Baumann, Kinder- und Jugendbeauftragter

Integration bleibt stehende Thematik der Interkonferenz.

Im Fachbereich des Kinder- und Jugendbeauftragten wurde Integration als Zusatzauftrag vom Eltern-Kind-Zentrum übernommen. Bei den integrativen Angeboten handelt es sich um niederschwellige Deutschkurse auf unterschiedlichen Niveaus und Angebote für Frauen im Bereich Begegnung.
Deutschkurse mit Zertifizierung werden neu vom Fachbereich Fürsorge in Zusammenarbeit mit der Kantonalen Fachstelle für Integration angeboten. Dabei stellt die Schule die Räumlichkeiten zur Verfügung. Das Eltern-Kind-Zentrum übernimmt die Kinderbetreuung.


Bestandesaufnahme Sprach- und Integrationskurse

Eine Übersicht über Sprach- und Integrationskurse in Stäfa wurde erarbeitet und den Trägergemeinden zur Verfügung gestellt.


Kulturkarussel Rössli: Der Gemeinderat soll prüfen, ob die Subventionen an die Auflage gebunden werden können, jährlich mindestens drei Anlässe speziell für Jugendliche zu organisieren.

Der Gemeinderat soll ab 2012 Auflagen machen. Empfehlungen betreffend Zielpublikum etc. werden von der Interkonferenz abgegeben.


Einführung eines Jugendforums oder Runden Tisches

2010 soll eine Jugendkonferenz stattfinden. Dabei werden die Anliegen der Jugendlichen mit einer jugendgerechten Methode aufgenommen. Die Konferenz wird eingebettet in ein jugendspezifisches Rahmenprogramm.
Die Interkonferenz setzt eine Arbeitsgruppe mit dem Kinder- und Jugendbeauftragten und VertreterInnen der Jugend- und Schulsozialarbeit ein. Diese organisiert die Jugendkonferenz 2010.


Weiterbildungsprogramm Stäfa
Schule, Gemeinde, Kirche

Nach Klärung der unterschiedlichen Aufträge von Eltern-Kind-Zentrum, Volkshochschule und Hauswirtschaftlicher Fortbildungsschule treffen sich die drei Vertreterinnen zweimal jährlich zur Koordination ihrer Angebote. Die Hauswirtschaftliche Fortbildungsschule hat sich dem Programmversand des Eltern-Kind-Zentrums angeschlossen.


Anlaufstelle Unterstützung aktive Jugendlicher

Die vorgesehene Anlaufstelle muss für möglichst viele Jugendliche niederschwellig erreichbar sein und innert kurzer Zeit über Unterstützung entscheiden können. Die Anlaufstelle muss auf der operativen Ebene der Jugendarbeitenden angesiedelt werden. Dazu bietet sich PULS als Vernetzungs- und Austauschgefäss der Jugend- und Schulsozialarbeit in Stäfa an. Die Zusammenarbeit zwischen Interkonferenz und PULS wird geregelt. Die Interkonferenz stellt PULS ein Budget zur Unterstützung aktiver Jugendlicher zur Verfügung.


Prävention und Fachgruppen

Die Interkonferenz hat eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Gemeinden und externen Fachpersonen eingesetzt. Deren Ergebnisse werden der Interkonferenz unterbreitet.


Nutzung Halle für Alle durch Jugendliche

Abklärungen haben ergeben, dass die Halle für Alle Montag bis Freitag durch Trainingsaktivitäten der Sportvereine voll ausgelastet ist. Die Wochenenden sind durch den Spielbetrieb der Sportvereine belegt.
Die Halle für Alle wird durch Sportvereine intensiv genutzt. Die Jugendarbeit der Sportvereine stellt einen wesentlichen Faktor in den Bereichen Prävention und aktive Freizeitgestaltung dar. Die jugendspezifische Nutzung der Halle für Alle ist somit ausgewiesen.


Konzept für Alkoholausschank an jugendspezifischen Anlässen

Die Interkonferenz hat eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Gemeinden und externen Fachpersonen eingesetzt. Dem erarbeiteten Konzept hat die Interkonferenz zugestimmt.
Im Rahmen von „Die Nacht“, einem jugendspezifischen Anlass der Reformierten Kirche, kam das Konzept erfolgreich zur Anwendung.

Die Interkonferenz Jugendfragen hat sich erfolgreich etabliert. Über die Umsetzung des Jugendleitbildes hinaus beschäftigt sie sich mit jugendspezifischen Anliegen. Die Implementierung von Strukturen und Abläufen zwischen Interkonferenz und operativer Ebene stellt eine wichtige Aufgabe für 2010 dar.

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Rückfragen: Thomas Baumann, Jugendbeauftragter, Telefon 044 928 77 21, Telefax 044 928 71 71, Email an Jugendbeauftragter


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