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Gerbi Ürikon (69)

1814 gründete Hans Jakob Pünter, einer der fünf Söhne der angesehenen Gerberfamilie Pünter im «Kreuz» Stäfa (heute Ebnetstr. 23) die Gerberei am Üriker Bach. Hier entstand das stattliche Wohn- und Gewerbehaus mit seinem auffallenden Mansarddach. Über dem Erdgeschoss, das dem Gerbereibetrieb diente, erhoben sich drei weitere Geschosse. Eine Lohstampfe mit Wasserrad besorgte das Zerkleinern der zum Gerben unentbehrlichen Eichenrinde.

Unter den Nachkommen des Gründers (5 Generationen) entwickelte sich die Gerbe vom handwerklichen zum industriellen Betrieb mit etlichen neuen Gebäuden. Rechts des Baches entstand 1891 das grosse Maschinenhaus, versehen mit einer Sulzer-Dampfmaschine. Dazu gehörte ein Hochkamin. Die Dampfanlage produzierte auch elektrisches Licht, eine Neuheit für Stäfa und Ürikon.

Im Laufe des 20. Jh. hatte die traditionelle Sohlleder-Fabrikation durch das Aufkommen der Gummisohlen einen schweren Stand. In den 1950er Jahren musste die Gerbe Ürikon schliessen.

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