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Johann Kaspar Pfenninger, der Patriot (49)

Die Gedenktafel am Wohnhaus von Johann Kaspar Pfenninger mag angesichts der grossen Bedeutung dieses Mannes kurz ergänzt werden.

Mit 22 Jahren bestand Pfenninger seine Zulassungsprüfung als Arzt, damals Chirurgus genannt, und eröffnete hier seine Praxis.

Im Kreis von Gesinnungsgenossen diskutierte er die neuen Ideen der französischen Revolution und kritisierte, dass das Zürcher Landvolk weniger Rechte als die Stadtbürger habe. Leute mit dieser politischen Meinung bezeichnete man damals als «Patrioten». Als treibende Kraft war er 1794 an der Bittschrift (Memorial) zuhanden der Regierung in Zürich beteiligt. Dies büsste er mit Gefängnis und Verbannung. Nach drei Jahren im Ausland kehrte er 1798 – die Regierung hatte inzwischen abgedankt – unter Glockengeläute zurück. Bald danach wurde er vom helvetischen Direktorium zum Regierungsstatthalter, dem höchsten politischen Amt des Kantons Zürich ernannt. 1803 reiste er als Abgeordneter nach Paris, um von Napoleon die Mediationsakte zu empfangen. Während 24 Jahren sass er im 25-köpfigen Kleinen Rat, später Regierungsrat genannt.

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