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Wässerwiese Ranghausen (44)

Wässerwiesen sind Zeugen einer alten Bewirtschaftungsform, um ertragreichere Wiesen zu erhalten.

Durch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem wurde mineral- und nährstoffreiches achwasser eingeleitet. Der Wasserzufluss konnte mit Schiebern geregelt oder umgelenkt werden. Von hier aus gesehen links vorne lassen sich Bewässerungsgräben erkennen. Wie gross die Wässerwiese ursprünglich war, weiss man nicht mehr. Streuwiesen waren nicht nur für Bauern wertvoll. Pfeifengräser (als Einstreu begehrt), Sumpfdotterblumen, Knabenkräuter, Blutweiderich und Mädesüss lockten zur Blütezeit Schmetterlinge an, auch solche, die man heute kaum mehr sieht. Wurden die Bewässerungsgräben mit Kopfweiden, Büschen und Bäumen bestockt, entstanden Lebensräume für manche Vogelarten. Wässerwiesen lassen sich seit dem Mittelalter nachweisen. In der Schweiz waren sie bis Mitte des 20. Jh. weit verbreitet.

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