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Zeugen der frühen Textilindustrie (6)

1805 erwarb Heinrich Ryffel die 1795 erbaute Liegenschaft Häldeliweg 2. 1819 baute er einen neuen Westtrakt, möglicherweise anstelle einer älteren Scheune. Er betrieb darin eine Baumwollspinnerei. Sein Sohn Benjamin Ryffel wandte sich nach dem Tode seines Vaters (1826) dem eben aufkommenden Seidengeschäft zu, wofür er einen Verwaltungsbau und ein Lager brauchte. Daher liess er 1850 das  pätklassizistische Haus Oberhausenstr. 24 erbauen und mit einer zweistöckigen, gedeckten Brücke mit dem oberen Haus verbinden.

Benjamin Ryffel (1803 – 1874), der im östlichen Hausteil wohnte, war eine im ganzen Kanton bekannte Persönlichkeit. Er gehörte zum kleinen Komitee, das in Stäfa den Ustertag (1830) vorbereitete, war Mitglied des Grossen Rates und nahm in einer Streitschrift Stellung zum sogenannten Straussenhandel (1839). Durch die Ehen seiner drei Töchter wurden die Beziehungen zu den Glarner Textilfabrikanten Jenny ausgebaut. Im Gehren und am Gehrenbach baute die Familie eine der ersten mechanischen Seidenwebereien der Schweiz. Nach dem Tode des Gründers änderte sich der Firmenname in Jenny+Co (siehe auch Tafel beim Seidenhof).

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