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Zwei Zeugen der Ortsgeschichte (71)

Die Ortsgeschichte wird oft augenfälliger durch unscheinbare Kleinbauten dokumentiert als durch berühmte Baudenkmäler. Im Gegensatz zu letzteren, für deren Erhaltung sich meistens private und öffentliche Geldgeber finden lassen, werden die für ihre ursprüngliche Nutzung nicht mehr benötigten Kleinbauten vernachlässigt oder abgebrochen.

Deshalb ist es bemerkenswert, dass diese zwei bescheidenen Häuschen erhalten geblieben sind, hier die ehemalige Milchhütte, daneben das frühere Spritzenhaus. Die gut proportionierte Milchhütte wurde 1911 durch die «Milchverwertungsgenossenschaft Ürikon» erstellt. Bis in die 1960er Jahre führten etwa 14 Bauern morgens und abends ihre vollen Milchkannen auf ihren Handwagen hierher. Manche Üriker holten ihre Milch im Kesseli selber ab. Das Spritzenhäuschen mit dem Schlauchtürmchen wurde 1857 gebaut. Die früher textilen Feuerwehrschläuche mussten nach Gebrauch zum Trocknen aufgehängt werden. Die Feuerwehr war einst dezentral organisiert: jede der vier Stäfner Kompanien hatte eigene Depots für die Löschgeräte (Schlauchwagen, Leitern, Schlauchkisten usw.), die im ganzen Gemeindegebiet verteilt waren. Seit 1969 steht der Feuerwehr Stäfa der moderne zentrale Stützpunkt im Mehrzweckgebäude zu Verfügung.

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