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Seeufer – von jeher begehrt (73)

Schon die sogenannten Pfahlbauer siedelten am seichten Ufersaum, der auf dem Flugbild an der helleren Wasserfärbung erkennbar ist. Anhand von Fundmaterial, hauptsächlich von Keramikscherben, konnte eine erste Besiedlung in die Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. (Jungsteinzeit) datiert werden.

Die Üriker Haab wurde Jahrhunderte lang von der Last- wie von der Personenschifffahrt benützt. Von hier aus – wie vom benachbarten Schirmensee – bestand eine Schiffsverbindung zur Kirche auf der Ufenau und zum Markt in Zürich. In der heutigen Form, mit seinen behäbigen ortstypischen Sandsteinmauern und -platten gut in die Landschaft eingefügt, ist der Hafen wohl im 19. Jh. entstanden. Wie die Häfen Ötikon und Kehlhof ist er ein kulturgeschichtlicher Zeuge.

Übrigens gehörte der Hafen zum – heute rekonstruierten – «Hecht» (Gebäude hinter Ihnen), einst Wirtshaus, Bäckerei, Metzgerei und Post. Hier war somit der Mittelpunkt des Dorfes zu einer Zeit, als sich der Verkehr noch hauptsächlich auf dem Wasserweg abspielte.

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