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Zeichen der Erinnerung

Der Anlass «Zeichen der Erinnerung» hat eindrücklich gezeigt, wie wichtig die Auseinandersetzung mit den fürsorgerisch begründeten Zwangsmassnahmen ist. Nachfolgend finden Sie die Medienmitteilung der Gemeinde Stäfa mit den wichtigsten Informationen und Rückblicken zur Veranstaltung vom 27. Mai 2026.



Szenische Lesungen des stattTheaters Stäfa. Das Foto ist verlinkt mit "Zeichen der Erinnerung im Kanton Zürich".


Öffentlicher Anlass zu den fürsorgerisch begründeten Zwangsmassnahmen mit szenischen Lesungen und anschliessendem Apéro.

Der Gemeinderat Stäfa lädt die Bevölkerung am Mittwoch, 27. Mai 2026, um 19 Uhr in den Gemeindesaal Obstgarten ein. Der Anlass widmet sich den fürsorgerisch begründeten Zwangsmassnahmen sowie dem Unrecht und Leid, das viele Menschen bis 1981 im Namen staatlicher Fürsorge erleben mussten. Weitere Informationen zum Anlass finden Sie in der Medienmitteilung.



Der Kanton Zürich und der Verband der Gemeindepräsidien des Kantons Zürich erinnern mit ihrem gemeinsamen Projekt «Zeichen der Erinnerung» an die Opfer von fürsorgerisch begründeten Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen. Solche Menschen wurden beispielsweise gegen ihren Willen in Pflegefamilien, Heimen oder Arbeitserziehungsanstalten untergebracht. Die Gemeinde Stäfa ist Teil dieses Projekts.

Im ganzen Kanton Zürich setzen einzelne Gemeinden «Erinnerungspunkte». An diesen Orten gibt es Informationstafeln, die an betroffene Personen und an beteiligte Einrichtungen erinnern. Auf jeder Tafel gibt es einen QR-Code. Mit diesem Code kann man auf eine Website zugreifen. Dort sind Texte, Bilder und Filme zu finden, die mehr über das Thema erzählen.

Informationstafel 1 von 6
Direkt beim Eingang des Gemeindehauses steht die erste Informationstafel. Fünf weitere folgen in den nächsten Monaten an unterschiedlichen Standorten im gesamten Gemeindegebiet. Wo die neuen Tafeln platziert werden und welche Themen sie behandeln, erfahren Sie jeweils hier.

Informationstafel 2 von 6
Die zweite Informationstafel befindet sich an der Seestrasse beim Mädchenheim.
Das «Dorinastift» wurde 1917 von der «Kommission für die Versorgung hilfsbedürftiger Kinder im Bezirk Zürich» gegründet. Der Zweck des Heims in Stäfa war es, Mädchen aus armen Familien «den nötigen Arbeitsgeist einzupflanzen». Die Finanzierung erfolgte durch die Arbeit der «Zöglinge» in der hausinternen Wäscherei und Glätterei sowie durch Kostgelder für die untergebrachten Mädchen.

Informationstafel 3 von 6
Die dritte Informationstafel befindet sich bei der Gerbi in Ürikon.
Enge Wohnverhältnisse, harte körperliche Arbeit und eine grosse Kinderschar bestimmten den Alltag der Familie Schiesser in den 1920er-Jahren. Das Geld reichte kaum zum Leben, immer wieder war die Familie auf Unterstützung der Heimatgemeinde angewiesen. Später hielt das Waisenamt Stäfa in seinen Akten fest, die Familie habe in «ausgesprochener Armut» gelebt. Als das Waisenamt auf die Familie aufmerksam wurde, veränderte sich das Leben der Kinder grundlegend. Für sie begann ein neuer, einschneidender Lebensabschnitt, verbunden mit der Trennung von ihrer bisherigen Lebenswelt.

Informationstafel 4 von 6
Die vierte Informationstafel steht an der Grundstrasse bei der Bushaltestelle Wässerwies in Stäfa.
Heinrich Merki, einst Versicherungsagent, geriet Anfang der 1930er-Jahre zunehmend in den Blick des Stäfner Waisenamtes. Hinweise auf Arbeitsunwilligkeit, Schulden und drohende Verwahrlosung verdichteten sich. Eine Entwicklung, die in einer Entmündigung und Einweisung in eine Zwangsarbeitsanstalt endete.

Tafel in Gesichtsform al Zeichen der Erinnnerung

Hier finden Sie weitere Informationen über das Projekt "Zeichen der Erinnerung":

Der Link zur Begleitwebsite.
Der Link zum Erinnerungspfad. 

Bericht Zürichsee-Zeitung vom 20.01.26:Gemeinden erinnern an Opfer von Zwangsmassnahmen